im gefühle verdrängen bin ich gut. ich werde besser von tag zu tag. es ist auch der grund, weshalb ich nichts poste. ich habe nichts posten. ich empfinde immoment nichts. meine gefühle, zu viele gedanken, alle zusammen eingesperrt in der hintersten ecke. abgeschlossen, zurückgelassen. ich will sie nicht öffnen, ich will mich nicht öffnen. wenn ich es einmal tue, übergreifen sie die macht über meinen körper. über meinen verstand und ich kann nicht mehr denken. ich werde nur tiefer in sie hinein sinken, wie in treibsand, und werde schließlich ertrinken. so wie letztes mal. ich werde mich von allen wieder distanzieren. aber es wird niemand merken. es hat niemand gemerkt, ich weiß, dass ich das kann. ich weiß, ich kann es verstecken, genau so wie jetzt tun. niemand hat gesehen, wie meine gefühle mich umgebracht haben. ich bin böse, nicht gut. ich weiß es und ich verdränge es. meine gefühle werden meinen verstand umbringen, meinen verstand, der alles gerade hält. der an mich glaubt. der mir hilft klar zu denken, klar zu sehen. diese gefühle verwirren mich nur, sie werden mir die sicht nur verschleiern. mir steine in den weg legen und nebel erscheinen lassen, sodass ich niemanden mehr sehen werde, nichteinmal meine eigene hand. ich würde wieder weinen., am liebsten den spiegel zerschlagen oder kotzen. einfach weinen, verrecken. ohne grund. einfach die tränen rauslassen, die ich niemals jemandem zeigen werde. niemand wird mich weinen sehen. einmal und nie wieder. es würden wieder erinnerungen auf mich einstürzen, ich würde mich erneut in der vergangenheit verlaufen. in meinen träumen leben. in der vergangenheit denken. ich will es nicht. ich will stark sein. diesmal werde ich nicht aufgeben. diesmal wird mein verstand den inneren kampf in mir gewinnen. meine gefühle werden blut vergießen. alle werden sie absterben, alle die ich nicht haben will. trotzdem. ich überschätze mich viel zu sehr, fühle mich viel zu sicher. ich spüre, wie meine gefühle langsam einen angriff starten, langsam ankriechen und auf den perfekten moment lauern. ich habe angst. ich weiß, dass ich bald erneut zusammensinken werde, ich weiß nicht wie schlimm es dieses mal werden wird, das einzige wovor ich enorme angst habe ist, dass ich nicht weiß, wo und wann es passieren wird. wann werden sie mich mit voller wucht niederschlagen, voller emotionen auf mich prallen? wieso ausgerechnet diese gefühle? mit ihnen habe ich nicht gerechnet, ich hab nicht aufgepasst, bin unaufmerksam, schläfrig geworden. und diese eine stunde hat mir gezeigt, dass sie noch da waren, es war als ob dieses gefühl mich langsam am hals packt, mir die kehle zuschnüren will und leise flüstert "hallo, du. pass auf, ich bin noch da. wir sind noch da." ich habe mich erschrocken und ich konnte es nicht auslöschen, nicht indentifizieren. erst ein wenig später wurde mir klar, wann ich zuletzt dieses gefühl hatte. es war diese unaufklärliche eifersucht. entäuschung. schmerz. ich war verletzt. ich sah zu dir, nur für dich konnte ich diese speziellen gefühle haben. sie strich dir durch deine haare, lächelt. du schaust sie an, so wie du mich früher angesehen hast. ich schluckte. es kam so überraschend, überwältigend. doch ich ließ mir nichts anmerken. diese gefühle in mir lachten mich aus. ich war zu hässlich. ich hatte ein verunstaltetes gesicht. nicht so wie sie. nicht so eine nase wie sie, nicht diese gesichtsform. wütend wandte ich den blick ab, ich merkte wie du kurz zu mir sahst. ich sah wieder zurück, wusste nicht, ob du meine gefühle in meinen augen ablesen konntest. du konntest es doch so gut. du hast es mir gesagt, dass man es in meinen augen sehen kann. ich schluckte erneut. verletzt zeigte ich dir meinen mittelfinger, wie so üblich. wir hassten uns. aber warum eigentlich? seit wann war es so gewesen?
ich mochte dich. sehr.
ich mochte dich. sehr.
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